PFAFFENHOFENER MOTORSPORT-NEWS -NEU! Teile unserer Speedwaybahn gehen nach Neubrandenburg!

Vor den Containern, in welchen die Ausstattung der Pfaffenhofener Speedwaybahn lagert (v.l.): Erhard Wallenäffer (Speedwayleiter-MSC Pfaffenhofen), Christian Engel (2. Vorsitzender-MSC Vier Tore Neubrandenburg), Jürgen Konrad (1. Vorsitzender-MSC Pfaffenhofen) und Wim Marbus (Schatzmeister-MSC Pfaffenhofen), Foto: Christian Engel

„Ein traditionsreicher Speedway-Standort soll wiederbelebt werden – das geeignete Grundstück ist gefunden und vom Stadtrat gibt es großen Rückhalt: Mit 7-1 wurde kürzlich für den Neubau einer sandigen Highspeed-Piste gestimmt.“ Mancher hiesiger Motorsportfan würde sicher gerne solche Schlagzeilen lesen – jedoch ist hier nicht die Rede von Pfaffenhofen – sondern von: Neubrandenburg!

Neubrandenburg – mitten im „Speedway-Dreieck des Ostens“

In der Tat boomt die Speedway-Szene zwischen Berlin und der Ostsee: Die Rennen in Teterow, Güstrow und Wittstock sind seit Jahren bestens besucht. Hier peitschen regelmäßig Weltklasse-Piloten um die Sandigen Ovale und nicht von ungefähr findet speziell in Teterow mittlerweile jährlich ein Grand Prix – also ein WM-Lauf statt. „Sechzig Jahre Speedway-Tradition in Neubrandenburg werden wieder zum Leben erweckt – wir holen den Sport aus dem Dornröschenschlaf.“ Mit diesem Slogan wiederum ging der neu gegründete Verein MSC Vier Tore Neubrandenburg vor rund einem Jahr an die Öffentlichkeit um sein ehrgeiziges Projekt vorzustellen.

Ein Standort mit Tradition

Zu DDR-Zeiten war Neubrandenburg eine Speedway-Hochburg – die Rennen im Harderstadion verfolgten nicht selten zigtausende Fans – bis zum Jahr 1995, dann wurde die legendäre Sportstätte geschlossen. Und jetzt sollen die spektakulären Kurven-Drifts in seiner Heimatstadt wieder zur  Regel werden, wünscht sich auch Christian Engel, seines Zeichens zweiter Vorstand des MSC Vier Tore: „Es ist unsere letzte Chance – denn wir sind die letzte Generation, die noch Speedway in Neubrandenburg erlebt hat. Wenn wir es nicht schaffen, dann dürfte das Thema für immer durch sein – deshalb kämpfen wir so vehement dafür.“

Hilfe: Material aus Pfaffenhofen

Der MSC Pfaffenhofen hingegen besitzt das, was in Neubrandenburg fehlt: Eine zuverlässig funktionierende Startmaschine, das Gerüst einer Bande, eine moderne Ampelanlage und vieles mehr an hochwertigen Ausstattungsteilen. Alles lagert seit einigen Jahren ungenutzt in Rohrbach, denn bereits 2014 fiel das Speedwayoval an der Ingolstädter Straße der Umgestaltung des städtischen Sportzentrums zum Opfer. Hoffnung, doch noch eine neue Bahn bauen zu können, besteht allerdings längst nicht mehr. So trifft es sich jetzt gut, dass das Material im Nordosten Deutschlands Wiederverwendung finden könnte.

Um die Pläne zu realisieren, suchen beide Vereine nach Spenden und Sponsoren, die bereit sind, die entstehenden Aufwände mitzufinanzieren. Christian Engel sagt dazu: „Wir freuen uns sehr, die Chance auf eine Erstausstattung unserer geplanten Speedwayanlage zu bekommen. Vielleicht findet sich ja ein Spediteur, der bereit wäre, das Material auf einer, seiner Touren mitzubringen – wir nehmen jede Hilfe dankend an.“ Wer den MSC Vier Tore Neubrandenburg unterstützen möchte, könne sich auf der Internetseite des Vereins informieren, ergänzt der zweite Vorsitzende.

Statement – Erhard Wallenäffer (Leiter-Speedway beim MSC Pfaffenhofen e.V. im ADAC):

„Die Partnerschaft mit dem MSC Vier Tore Neubrandenburg gehen wir sehr gerne ein. Die Verantwortlichen des neu gegründeten Vereins zeigen sich außerordentlich engagiert und ehrgeizig. Hier, bei der Umsetzung dieses anspruchsvollen Vorhabens, mitzuhelfen ist Ehrensache – denn letztlich geht es auch uns darum, dass der Speedwaysport hierzulande erhalten bleibt. Denkbar ist auch, dass wir beim Aufbau der Teile vor Ort mithelfen – ich würde mich sogar sehr freuen wenn das zustande käme – denn natürlich kennen wir unser Material selbst am besten. Außerdem werden wir darauf bestehen, dass unser Vereinsname  im neuen Stadion präsent sein wird – ich denke da zunächst einmal an ein größeres Werbefeld auf der Bande.“